Unsere Imkerei

Was uns wichtig ist

Unsere Imkerei hat den Anspruch, Honig regional zu produzieren und zu verkaufen. Durch kurze Wege und den Kauf regionaler Lebensmittel tragen wir alle zum Klimaschutz und einem nachhaltigen Leben bei.

Diese Begeisterung für Bienen, das Wissen um die natürlichen Zusammenhänge sowie die Wertschätzung unserer Natur möchten wir vielen Menschen weitergeben. 

 

 

Einfach imkern

Wir imkern einfach, natürlich und bienenfreundlich.

Wir verwenden für unsere Bienenvölker ausschließlich Holzbeuten. 

Ein Absperrgitter zwischen Brut- und Honigräumen verhindert, dass die Königin ihre Eier in den Honigraum legt. Nur so kann sauberer Honig geerntet werden. 

Der Honig ist eigentlich der Wintervorrat für das Bienenvolk. Einen Teil des Honigs lassen wir im Volk. Zusätzlich füttern wir die Bienen nach der Honigernte mit Sirup.

Honigbienen sind Haustiere. Seit den 1970er Jahren sind die Bienenvölker von einem Parasit befallen, der aus Asien eingeschleppt wurde: die Varroa-Milbe. Daher ist die Honigbiene auf eine gute Wabenhygiene, regelmäßige Kontrollen und die Behandlung mit organischen Säuren nach der Honigernte durch uns Imker angewiesen.

 

 

Für Imker-Einsteiger

In sieben Terminen rund ums Bienenjahr, von Februar bis November, können Sie in unserem Einsteigerkurs alles lernen, was man wissen muss, um ein Bienenvolk halten zu können. Zusätzlich zum notwendigen theoretischen Wissen arbeiten wir mit Ihnen praktisch an den Bienenvölkern.

Wenn Sie es genau wissen wollen ...

Honigbienenkunde

Das Bienenvolk

In einem Bienenvolk leben im Sommer ca. 50000 Bienen. Es besteht aus einer Königin, mehreren hundert männlichen Drohnen und tausenden Arbeiterinnen, die nach dem Prinzip der Arbeitsteilung das Überleben des Volkes sichern.

 Im Winter geht die Zahl der Bienen bis auf 5000 Bienen zurück. 

Nektar und Pollen

Die Bienen sammeln Nektar, Pollen und Wasser. Aus dem Nektar reift im Bienenstock der Honig heran. Aus dem Pollen und Wasser fertigen die Bienen einen Brei, mit dem die Bienenlarven gefüttert werden und der alle wichtigen Vitamine, Mineralien und Eiweiße enthält.

Imkeraufgaben

Honigbienen zählen zu den Haustieren. Mangels natürlicher Lebensräume und dem Befall der Völker durch die Varroa-Milbe seit den 1970er Jahren ist die Honigbiene auf die Pflege durch den Imker angewiesen.

 

 

Die Königin

Jedes Bienenvolk hat nur eine Königin. Sie ist als einzige weibliche Biene vollständig entwickelt und in der Lage befruchtete Eier zu legen (bis zu 2000 Eier pro Tag), was zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört. Eine weitere Aufgabe ist die Produktion eines Pheromons (Weiselstoff), der die Ausbildung der Fortpflanzungsorgane bei den Arbeiterinnen unterdrückt und dem Volk einem spezifischen Geruch verleiht, an dem die Arbeiterinnen u.a. die Anwesenheit »ihrer« Königin erkennen. 

Eine Königin kann mehrere Jahre alt werden und verlässt den Stock nur wenige Male. Der erste Ausflug findet kurz nach dem Schlüpfen statt, der sogenannte Hochzeitsflug bei dem sie sich mit bis zu 30 Drohnen paart. Das nächste Mal fliegt sie evtl. erst zum Schwärmen aus, um mit einem Teil ihres Volkes ein neues Nest zu bauen. 

 

 

 

 

 

 

Die Arbeiterin

Je nach Jahreszeit findet man in einem Volk 5.000 bis 50.000 Arbeiterinnen. Nicht nur die Anzahl sondern auch die Lebensdauer der Arbeiterinnen hängt von der Jahreszeit ab. So kann eine Winterbiene 2 bis 6 Monate alt werden, eine Sommerbiene lebt dagegen nur 2 bis 4 Wochen.  

Die Aufgaben der Arbeiterinnen sind vielfältig und altersabhängig. Nach dem Schlüpfen sind sie für das Putzen der Zellen zuständig; danach füttern sie die Larven (als Ammenbiene); nach der Ausbildung der Wachsdrüsen fängt die Arbeiterin mit dem Wabenbau an, verdickt den Honig oder lagert den Pollen ein; als nächstes wird sie zur Wächterbiene, verteidigt den Stockeingang und macht ihre ersten Flüge in der näheren Umgebung des Stocks; nun wird sie zur Sammlerin und sammelt Nektar, Honigtau, Pollen, Propolis und Wasser. 

Daneben verrichten die Arbeiterinnen aber noch weitere Aufgaben. Von ihnen werden die Larven, die Königin und die Drohnen gefüttert. Kranke Brut wird ausgeräumt, tote Bienen herausgetragen, Brut- und Honigzellen verdeckelt, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Stock wird geregelt und Fugen werden abgedichtet. 

 

 

Der Drohn

Drohnen sind die männlichen Bienen, sie sind größer als die Arbeiterinnen, haben größere Facettenaugen und besitzen keinen Stachel. Da sie nicht selbst in der Lage sind Nektar zu sammeln werden sie von den Arbeiterinnen gefüttert. Die Lebenserwartung von Drohnen beträgt 1 bis 3 Monate. 

Ihr Lebensszweck dient nur der Begattung einer Königin. Die Drohnen fliegen bei günstigem Wetter aus, versammeln sich an Drohnensammelplätzen und warten auf vorbeifliegende Jungköniginnen. Die Paarung findet während des Fluges statt und endet für den Drohn tödlich.  

Während der Flugzeit der Jungköniginnen, von April bis August, findet man in allen Völkern bis zu 1.000 Drohnen, die von den Arbeiterinnen versorgt werden. Ab August, wenn die Völker sich auf den Winter vorbereiten, sind Drohnen nur noch überflüssige Esser und werden von den Arbeiterinnen vertrieben. Es beginnt die sogenannte Drohnenschlacht. Die Arbeiterinnen verzichten jetzt darauf die Drohnen zu füttern und lassen sie nicht mehr in den Stock bzw. schleifen sie raus. Den Drohnen die es nicht geschafft haben sich zu paaren steht also unweigerlich der Hungertod bevor.